Beim Klick auf den Namenszug öffnen sich Informationen zu Prof. Dr. Kautzsch. Beim Klick auf das Bild öffnet sich das Vorwort!

1 Es soll aber die Zahl der Israeliten dem Sande des Meeres gleich werden, der sich nicht messen und nicht zählen läßt. Und statt daß man von ihnen sagt: Ihr seid Nichtmeinvolk! soll man sie Söhne des lebendigen Gottes nennen!  2 Und die Judäer und die Israeliten sollen sich zusammenscharen und sich ein Oberhaupt wählen und aus dem Lande heranziehen; denn der Tag von Jesreel wird gewaltig sein.  3 Benennt eure Brüder: Mein Volk! und eure Schwestern: Geliebt!

Das ungetreue Israel wird gestraft, aber nach einer Prüfungszeit von Jahwe wieder angenommen.

4 Zieht eure Mutter vor Gericht, zieht sie vor Gericht -
sie ist ja nicht mein Weib und ich bin nicht ihr Mann -
daß sie die Zeichen ihrer Hurerei aus ihrem Gesichte wegschaffe
und die Zeichen ihrer Ehebrecherei zwischen ihren Brüsten!
5 Sonst werde ich sie nackt ausziehen
und sie hinstellen, wie damals, als sie geboren ward,
sie der Steppe gleich werden lassen,
sie einem dürren Boden gleich machen
und sie sterben lassen vor Durst.
6 Ihren Kindern aber will ich keine Vaterliebe erzeigen;
sie sind ja Hurenkinder,
7 weil ihre Mutter gehurt,
ihre Erzeugerin sich der Schande ergeben hat.
Denn sie sagte: Ich will doch meinen Buhlen folgen, die mir Brot und Wasser, Wolle und Flachs, Öl und Getränke spenden!
8 Darum will ich ihr den Weg mit Dornen verzäunen
und mit Mauern versperren,
daß sie ihre Pfade nicht finden soll.
9 Wenn sie dann ihren Buhlen nacheilt, soll sie sie nicht erreichen,
und wenn sie nach ihnen sucht, sie nicht treffen,
vielmehr sich entschließen: Ich will doch zu meinem früheren Manne zurückkehren; denn damals ging es mir besser als jetzt!
10 Sie also weiß nicht, daß ich es bin, der ihr das Getreide und den Most und das Öl gespendet und ihr Silber und Gold in Menge gegeben hat - für den Baal haben sie es verwandt!  11 So will nun auch ich mein Getreide, wenn es fällig ist, und meinen Most, wenn seine Zeit da ist, an mich nehmen und meine Wolle und meinen Flachs, womit sie ihre Blöße bedecken sollte, ihr entziehen.  12 Dazu will ich ihre Scham vor den Augen ihrer Buhlen enthüllen - niemand soll sie aus meiner Gewalt befreien! -  13 und will aller ihrer Fröhlichkeit ein Ende machen, ihrem Fest, ihren Neumonden und ihren Sabbaten und allen ihren Festzeiten,  14 und will ihre Weinstöcke und ihre Feigenbäume vernichten, von denen sie dachte: das ist ein Geschenk für mich, das mir meine Buhlen gespendet haben! und will sie in eine Wildnis verwandeln, daß die wilden Tiere sich davon nähren sollen.  15 Ich will die Zeit der Baale an ihr heimsuchen, in der sie ihnen opferte und sich Ringe und Geschmeide anlegte und ihren Buhlen nachfolgte, während sie mich vergaß, ist der Spruch Jahwes.
16 Darum will ich fürwahr sie locken und in die Wüste führen
und ihr Mut einsprechen.
17 Und ich gebe ihr dort ihre Weinberge
und mache ihr das Thal der Trübsal zu einer Pforte der Hoffnung,
daß sie dort willfährig werde, wie in der Zeit ihrer Jugend
und wie damals, als sie aus Ägypten heraufzog.
18 An jenem Tag, ist der Spruch Jahwes, wirst du mich "mein Mann",
aber nicht mehr "mein Baal" nennen.
19 Dann will ich die Namen der Baale aus ihrem Munde verschwinden lassen, daß sie nicht mehr mit ihrem Namen erwähnt werden sollen.  20 Jenes Tags will ich zu ihren Gunsten die wilden Tiere und die Vögel unter dem Himmel und das Gewürm auf der Erde in Pflicht nehmen und will Bogen und Schwerter und Krieg aus dem Lande hinwegtilgen und will sie sicher wohnen lassen.  21 Und ich werde dich mir verloben auf immer; ich werde dich mir verloben auf Grund von Recht und Gerechtigkeit und in Güte und Liebe;  22 ich werde dich mir verloben in Treue, daß du Jahwe erkennest!
23 Zu jener Zeit aber werde ich willfahren, ist der Spruch Jahwes,
werde ich willfahren dem Himmel, und der wird der Erde willfahren,
24 und die Erde wird dem Getreide und dem Most und dem Öl willfahren,
und die werden Jesreel willfahren.
25 Und ich will ihn mir in das Land einsäen
und der "Nichtgeliebt" Liebe erweisen
und zu "Nichtmeinvolk" sagen: Mein Volk bist du!
und dieses wird rufen: Mein Gott!